Tief im amerikanischen Sektor

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Im Mai und im Juli habe ich für die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin einen Stadtrundgang angeboten, der das Jahresthema der LPB, die berlinisch-amerikanischen Beziehungen, aufgegriffen hat.

Die USA haben nach 1945 in den Innenstadtbezirken zahlreiche historische Erinnerungen hinterlassen: John F. Kennedy am Rathaus Schöneberg, Checkpoint Charlie und Rosinenbomber, der RIAS. Das eigentliche Zentrum der US-Präsenz aber war Dahlem im Bezirk Zehlendorf. Hier hatte Lucius D. Clay, der Koordinator der Luftbrücke seinen Dienstsitz, hier unterstützten die USA die Gründung der Freien Universität, nicht nur durch den Bau des Henry-Ford-Baus, in dem Herbert Marcuse, Professor in Berkeley, 1968 mit den Studierenden diskutierte. Einige Straßen weiter war bis 1991 der Sitz der Alliierten Kommandantur. In Dahlem spielte sich zwischen PX, Barracks und weitläufigen neuen Wohnvierteln auch der größte Teil des Alltags der US-Soldaten und ihrer Familien ab. 1961 endete am Tag des Mauerbaus das erste deutsch-amerikanische Volksfest, dessen Standort viele Jahre die heutige Truman Plaza an der Clayallee war. In gut zwei Stunden werden wir einige der historischen Orte aufsuchen, wir begeben uns auf die Suche nach der Frühgeschichte der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Sie sind nach wie vor sehr eng, nicht zuletzt das Interesse am aktuellen US-Wahlkampf zeigt das. Konflikte gibt es auch ein paar, damals wie heute – Please enter the American Sector.

Treffpunkt ist vor dem Alliierten-Museum in der Clayallee 135, 14195 Berlin. Der Rundgang dauert etwa zwei Stunden und endet in der Nähe des U-Bahnhofs Thielplatz (U3).